Vitamin- und ballaststoffreiche Lebensmittel senken Risiko für periphere arterielle Verschlusskrankheit

Diet as a risk factor for peripheral arterial disease in the general population: the Edinburgh Artery Study

Diese Studie durchleuchtete den Zusammenhang zwischen Ernährung und einem Indikator für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (Störung der arteriellen Durchblutung der Extremitäten, auch Schaufensterkrankheit genannt).
Bei dem Indikator handelte es sich um den „Knöchel-Arm-Druckindex“ (engl. ankle brachial pressure index, ABPI).
Je höher der ABPI, desto geringer das Risiko für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit.
An der Studie nahmen 1592 Frauen und Männer zwischen 55 und 74 Jahren teil.
Die Nahrungsaufnahme der Probanden wurde anhand von Fragebögen ermittelt.
Die Ergebnisse zeigten, dass ballaststoffreiche Lebensmittel, Vitamin E und Vitamin C mit einem erhöhten ABPI-Wert im Zusammenhang stehen, sprich mit einem niedrigeren Risiko für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Weitere Einzelheiten können der Studie entnommen werden.
Periphere Gefäßerkrankungen treten häufig an Armen und Beinen auf und entstehen durch eine Störung des Blutflusses innerhalb peripherer Blutgefäße. Da die Krankheit ausschließlich in Arterien und nicht in Venen auftritt, nennt man sie auch häufig periphere Arterienerkrankung. So wie bei einer koronaren Arterienkrankheit oder bei zerebrovaskulären Erkrankungen, ist der unterliegende Prozess Arteriosklerose. Dieser Prozess beginnt mit einer Schwächung der Blutgefäßwände, welche häufig durch eine geringfügige Aufnahme von Mikronährstoffen entsteht. In den Arterienwänden kommt es dadurch zu einer Unterproduktion von Kollagen und anderen verstärkenden Molekülen, was wiederum einen kompensierenden Reparatur Mechanismus einleitend um die Instabilität der Arterienwände zu behandeln. Arteriosklerotische Plaques verringern den Blutfluss in Beinen, Armen oder anderen peripheren Körperteilen, was zu schwerwiegenden Schäden am Gewebe und – sofern unbehandelt – zum Absterben des Gewebes (Wundbrand) oder Amputationen führen kann.
Donnan PT, Thomson M, Fowkes FG, Prescott RJ, Housley E.
Diet as a risk factor for peripheral arterial disease in the general population: the Edinburgh Artery Study.
Am J Clin Nutr. 1993 Jun;57(6):917-21.



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