Mangel an Folsäure und Vitamin B6 begünstigt Stenosen

Association between Plasma Homocysteine Concentrations and Extracranial Carotid-Artery Stenosis

Die hier behandelte Studie wurde von Wissenschaftlern der Tufts University in Boston, USA, durchgeführt und befasste sich mit dem Risiko, aufgrund von erhöhten Homocystein- und verringerten Vitamin-Konzentrationen Stenosen zu entwickeln, also Verengungen der Blutgefäße. 1041 Personen im Alter von 67 bis 96 Jahren nahmen an der Studie teil. Ergebnis: Hohe Konzentrationen des Risikofaktors Homocystein und niedrige Konzentrationen an Folsäure und Vitamin B6 stehen mit einem erhöhten Risiko für Gefäßverengungen der Halsschlagadern in Verbindung – und somit auch mit einem erhöhten Schlaganfall-Risiko. Weiteres entnehmen Sie bitte der Studie.
Genau wie den koronaren Herzkrankheiten liegt auch den Hirngefäßerkrankungen – Verengungen der Gefäße, die das Gehirn mit Blut versorgt – der Krankheitsprozess der Arteriosklerose zugrunde. So beginnen Hirngefäßerkrankungen ebenfalls mit einer Schwächung der Blutgefäßwände, verursacht durch eine unzureichende Vitamin- und Mikronährstoff-Zufuhr. Ein „überschießender“ Reparaturprozess – durch andauernden Mikronährstoff-Mangel – führt zu arteriosklerotischen Gefäß-Ablagerungen, die den Blutfluss in der Halsschlagader (Arteria carotis) und / oder den Gehirnschlagadern hemmen. Wenn es zum vollständigen Verschluss dieser bereits verengten Gefäße kommt und somit die Versorgung der Milliarden Gehirnzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen abbricht, entsteht ein Schlaganfall.
Selhub J, Jacques PF, Bostom AG, D'Agostino RB, Wilson PW, Belanger AJ, O'Leary DH, Wolf PA, Schaefer EJ, Rosenberg IH. Association between plasma homocysteine concentrations and extracranial carotid-artery stenosis. N Engl J Med. 1995 Feb 2;332(5):286-91.



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