L-Arginin schützt Arterien

L-arginine improves endothelium-dependent vasorelaxation and reduces intimal hyperplasia after balloon angioplasty.

In der vorliegenden Studie wurde die Wirksamkeit der natürlichen Aminosäure L-Arginin zum Schutz vor der Atherosklerose untersucht. Besonderes Interesse galt den frühen Gefäßveränderungen in den Arterien, der Verdickung der Gefäßinnenschicht (Intima), auch Intimahyperplasie genannt. Die Studie wurde mit 26 Kaninchen durchgeführt, die 3 Wochen lang entweder normales oder mit L-Arginin angereichertes Trinkwasser erhielten. Bei der anschließenden Untersuchung der Arterien stellte sich heraus, dass die Blutgefäßwände der mit L-Arginin behandelten Tiere eine deutlich geringere Spannung aufwiesen. Dies deutet auf einen verringerten Blutdruck hin. Außerdem nahm in der L-Arginin-Versuchsgruppe der Durchmesser der Intima-Schicht in der Gefäßwand deutlich ab. Die Ergebnisse legen nahe, dass L-Arginin krankhaften Gefäßveränderungen entgegenwirken kann. Weitere Details können der Studie entnommen werden.
Koronararterien-Bypass Eine Koronar-Bypassoperation wird dann erforderlich, wenn sich in einer oder mehreren der Hauptkranzgefäße des Herzens atherosklerotische Ablagerungen entwickelt haben, die den Blutfluss durch diese Arterien zu unterbrechen drohen. Bypass-Operationen sind ein übliches Verfahren zur Überbrückung von Verengungen. Bei der Operation werden an den betroffenen Koronargefäßen ein Umgehungskreislauf (Bypass) gelegt, um den Blutfluss zu allen Winkeln des Herzmuskels zu gewährleisten. Zwei Faktoren können den langfristigen Erfolg dieser Operation gefährden: Zum einen der Verschluss der Bypass-Gefäße durch Blutgerinnselbildung, zum anderen die Entwicklung von atherosklerotischen Ablagerungen in den neuen Bypass-Gefäßen. Koronarangioplastie Während die Koronar-Bypassoperation vor allem bei fortgeschrittener Koronarsklerose Anwendung findet, wird bei geringeren Ablagerungen eine alternative Methode bevorzugt, die Koronarangioplastie. Dabei werden die atherosklerotischen Ablagerungen mechanisch beseitigt, entweder durch einen Ballon oder in jüngerer Zeit, durch Laserverfahren und „Abhobeln” der Ablagerungen. Wenn auch mit diesen Methoden in vielen Fällen der Blutfluss durch die Arterie verbessert werden kann, so ist die Komplikationsrate doch ernüchternd. In etwa 30 Prozent der Fälle verschließt sich die Koronararterie erneut sofort oder im Verlauf weniger Monate. Dies ist dadurch zu erklären, dass jede Form der Angioplastie Einrisse und Wunden an der Arterieninnenwand verursacht. Die schwerwiegendste Komplikation einer Angioplastie ist das Zerreißen der Arterienwand durch die angewandten mechanischen Verfahren. Auch können nach der Angioplastie Blutgerinnsel und Gewebeteile der verletzten Arterienwand zum Verschluss der Koronararterie führen. Langfristig sind der Wiederverschluss der Koronararterie durch überschießende Narbenbildung im Wundbereich und das Fortschreiten der Atherosklerose die häufigsten Komplikationen.
Tarry WC, Makhoul RG. L-arginine improves endothelium-dependent vasorelaxation and reduces intimal hyperplasia after balloon angioplasty. Arterioscler Thromb. 1994 Jun;14(6):938-43.



Schreibe einen Kommentar