L-Carnitin senkt Herzrhythmusstörungen bei Herzinfarkt-Patienten

High doses of L-carnitine in acute myocardial infarction: metabolic and antiarrhythmic effects.

Diese placebokontrollierte Doppelblind-Studie untersuchte die Wirksamkeit des Mikronährstoffs L-Carnitin bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Gegenstand der Studie war im Speziellen die Frage, ob die Gabe hoher L-Carnitin-Dosen bei Patienten mit akutem Herzinfarkt die damit oft einhergehenden schweren Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Arrhythmien) verringern kann. An der Studie nahmen 56 Patienten mit akutem Herzinfarkt teil, von denen eine Hälfte 100 mg Carnitin und die andere Hälfte ein Placebo intravenös verabreicht bekam. Die Studienergebnisse zeigten, dass in Folge der L-Carnitin-Zufuhr das Auftreten von Herzrhythmusstörungen verringert wurde. Weitere Einzelheiten können der Studie entnommen werden.
Die Grunderkrankung der koronaren Herzkrankheit ist die Arteriosklerose. Deren Hauptursache ist ein chronischer Mangel an Vitaminen und anderen Mikronährstoffen, der zu einer verminderten Kollagen-Produktion und – als Folge davon – zu einer Schwächung und Instabilität der Arterienwände führt. Für die Wiederinstandsetzung der geschädigten Arterienwände produziert der Körper vermehrt Reparaturmoleküle. Hält der Mangelzustand dauerhaft an, überschreitet dieser Reparaturprozess ein normales Maß – mit der Folge, dass die arteriosklerotischen Ablagerungen die Gefäßwand verschließen und einen Herzinfarkt hervorrufen können. Angina pectoris Angina pectoris ist ein typisches Alarmzeichen für einen drohenden Herzinfarkt. Die Krankheit äußert sich meist durch stechende Schmerzen in der Brust, welche häufig in andere Körperregionen ausstrahlen.
Rizzon P, Biasco G, Di Biase M, Boscia F, Rizzo U, Minafra F, Bortone A, Siliprandi N, Procopio A, Bagiella E. High doses of L-carnitine in acute myocardial infarction: metabolic and antiarrhythmic effects. Eur Heart J. 1989 Jun;10(6):502-8.


Schreibe einen Kommentar