L-Carnitin verbessert Belastungstoleranz bei Durchblutungsstörungen des Herzmuskels

Improved pacing tolerance of the ischemic human myocardium after administration of carnitine

Diese Studie befasste sich mit der schützenden Wirkung der Aminosäure L-Carnitin bei einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels (Myokardischämie). Dazu wurden im Abstand von 15 Minuten zwei schnelle Stimulationen des Herzschlags an 21 Patienten mit Erkrankungen der Koronararterien vorgenommen. Elf der Patienten bekamen L-Carnitin zwischen den beiden Stimulationen. Bei den Patienten mit L-Carnitin-Ergänzung zeigten sich deutliche Verbesserungen hinsichtlich Herzfrequenz und Blutdruck. Die Autoren schlussfolgerten, dass L-Carnitin bei Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens die Herzfunktion insbesondere bei gesteigerter körperlicher Belastung (Belastungstoleranz) verbessern kann. Weitere Einzelheiten können der Studie entnommen werden.
Die Grunderkrankung der koronaren Herzkrankheit ist die Arteriosklerose. Deren Hauptursache ist ein chronischer Mangel an Vitaminen und anderen Mikronährstoffen, der zu einer verminderten Kollagen-Produktion und – als Folge davon – zu einer Schwächung und Instabilität der Arterienwände führt. Für die Wiederinstandsetzung der geschädigten Arterienwände produziert der Körper vermehrt Reparaturmoleküle. Hält der Mangelzustand dauerhaft an, überschreitet dieser Reparaturprozess ein normales Maß – mit der Folge, dass die arteriosklerotischen Ablagerungen die Gefäßwand verschließen und einen Herzinfarkt hervorrufen können. Angina pectoris Angina pectoris ist ein typisches Alarmzeichen für einen drohenden Herzinfarkt. Die Krankheit äußert sich meist durch stechende Schmerzen in der Brust, welche häufig in andere Körperregionen ausstrahlen.
Thomsen JH, Shug AL, Yap VU, Patel AK, Karras TJ, DeFelice SL. Improved pacing tolerance of the ischemic human myocardium after administration of carnitine. Am J Cardiol. 1979 Feb;43(2):300-6.


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