Schlaganfall: Geringeres Risiko durch Vitamine

Multivitamin use and risk of stroke mortality: the Japan collaborative cohort study

Diese in der Fachzeitschrift „Stroke“ veröffentlichte Studie ermittelte, ob Vitaminergänzungen das Risiko verringern, an Schlaganfall zu sterben. An der Studie nahmen 72.180 Männer und Frauen aus Japan teil, die zu Studienbeginn weder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung noch an Krebs litten. Die Vitaminzufuhr der Teilnehmer wurde über Fragebögen ermittelt. Die Studienergebnisse belegten, dass die Anwendung von Vitaminergänzungen – insbesondere in regelmäßiger Form – mit einem geringeren Risiko in Verbindung stand, infolge eines Schlaganfalls zu sterben. Dies wurde vor allem bei Patienten beobachtet, die nur geringe Mengen an Obst und Gemüse verzehrten. Weitere Details sind der Studie zu entnehmen.
Genau wie den koronaren Herzkrankheiten liegt auch den Hirngefäßerkrankungen – Verengungen der Gefäße, die das Gehirn mit Blut versorgt – der Krankheitsprozess der Arteriosklerose zugrunde. So beginnen Hirngefäßerkrankungen ebenfalls mit einer Schwächung der Blutgefäßwände, verursacht durch eine unzureichende Vitamin- und Mikronährstoff-Zufuhr. Ein „überschießender“ Reparaturprozess – durch andauernden Mikronährstoff-Mangel – führt zu arteriosklerotischen Gefäß-Ablagerungen, die den Blutfluss in der Halsschlagader (Arteria carotis) und / oder den Gehirnschlagadern hemmen. Wenn es zum vollständigen Verschluss dieser bereits verengten Gefäße kommt und somit die Versorgung der Milliarden Gehirnzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen abbricht, entsteht ein Schlaganfall.
Dong JY, Iso H, Kitamura A, Tamakoshi A. Multivitamin use and risk of stroke mortality: the Japan collaborative cohort study. Stroke. 2015 May;46(5):1167-72.


Schreibe einen Kommentar