Vitamin C fördert Umwandlung von Cholesterin in Gallensäure

Cholesterol: vitamin C controls its transformation to bile acids

Diese Studie untersuchte die Rolle von Vitamin C beim Abbau von Cholesterin. Zu dieser Untersuchung wurde ein Tiermodell gewählt, Meerschweinchen, das ebenso wie der Mensch kein Vitamin C im Körper herstellen kann. Erhalten diese Tiere zu wenig Vitamin C in der Nahrung, steigen nicht nur die Cholesterinwerte im Blut, sondern die Cholesterinmoleküle reichern sich auch in der Leber an. Ursache hierfür ist ein verminderter Abbau des Cholesterins durch eine reduzierte Umwandlung der Cholesterinmoleküle in Gallensäuren. Es wurde ein direkter Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Konzentration in der Leber und der Umwandlung von Cholesterin in Gallensäuren festgestellt. Weitere Einzelheiten können der Studie entnommen werden.
Fettstoffwechselstörungen sind gekennzeichnet durch erhöhte Spiegel an Cholesterin, Triglyceriden und anderen Risikofaktoren im Blut. Um vom Blut transportiert werden zu können, benötigen diese Fette Trägermoleküle in Form bestimmter Eiweiße, Lipoproteine genannt. Störungen des Fettstoffwechsels werden daher auch als Lipoproteinstörung bezeichnet. Im Allgemeinen gibt es zwei Arten Cholesterin-transportierender Lipoproteine: a) „Schlechtes Cholesterin“, d.h. Lipoproteine, die das Cholesterin und andere Fettstoffe von der Leber zu den Körpergeweben transportieren, wo sie für die Reparatur der schadhaften Stellen der Arterienwand genutzt werden; die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe sind Lipoproteine niederer Dichte (Low-Density Lipoproteine, LDL) und Lipoprotein(a), Lp(a). b) „Gutes Cholesterin“, d.h. Lipoproteine, die Cholesterin und andere Fettstoffe aufnehmen und von den Geweben zurück zur Leber transportieren. Mikronährstoff-Mangel ist eine der häufigsten Ursachen erhöhter LDL-Spiegel. Dies lässt sich einfach erklären: Aufgrund eines chronischen Mangels an Vitaminen und anderen lebenswichtigen Mikronährstoffen, die zur Bildung von gesundem und stabilem Bindegewebe erforderlich sind, werden die Arterienwände geschwächt und brüchig. Eine Reparatur wird erforderlich, womit der Bedarf an LDL, Lp(a) und anderen Faktoren für die Wiederinstandsetzung der geschädigten Arterienwand ansteigt. Da für das Herz-Kreislauf-Risiko nicht der Anstieg dieser Risikofaktoren im Blut entscheidend ist, sondern instabile Arterienwände aufgrund eines Mangels an Mikronährstoffen, werden sie auch als „sekundäre“ Risikofaktoren zusammengefasst.
Ginter E. Cholesterol: vitamin C controls its transformation to bile acids. Science. 1973 Feb 16;179(4074):702-4.


Schreibe einen Kommentar