Vitamin C hat positiven Einfluss auf HDL-Cholesterin-Werte

Ascorbic acid, HDL, and total plasma cholesterol in the elderly.

Thema dieser Studie war der Zusammenhang zwischen den Blutwerten für Vitamin-C, HDL-Cholesterin („gutes Cholesterin“) und Gesamtcholesterin. Die Studiengruppe bestand aus 235 Männern und 445 Frauen im Alter von 60 bis 98 Jahren. Faktoren wie Alter, Geschlecht, Blutzucker, Alkoholgenuss etc. wurden ebenfalls gemessen. Es stellte sich heraus, dass zwischen dem Vitamin-C-Spiegel und dem HDL-Cholesterin-Spiegel ein direkter Zusammenhang besteht. Je höher also die Vitamin-C-Zufuhr in der Nahrung, umso höher der Wert des „guten Cholesterins“ (HDL). Besonders ausgeprägt war dieser Zusammenhang innerhalb der jüngsten Studiengruppe (60 – 69 Jahre). Weitere Einzelheiten können der Studie entnommen werden.
Fettstoffwechselstörungen sind gekennzeichnet durch erhöhte Spiegel an Cholesterin, Triglyceriden und anderen Risikofaktoren im Blut. Um vom Blut transportiert werden zu können, benötigen diese Fette Trägermoleküle in Form bestimmter Eiweiße, Lipoproteine genannt. Störungen des Fettstoffwechsels werden daher auch als Lipoproteinstörung bezeichnet. Im Allgemeinen gibt es zwei Arten Cholesterin-transportierender Lipoproteine: a) „Schlechtes Cholesterin“, d.h. Lipoproteine, die das Cholesterin und andere Fettstoffe von der Leber zu den Körpergeweben transportieren, wo sie für die Reparatur der schadhaften Stellen der Arterienwand genutzt werden; die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe sind Lipoproteine niederer Dichte (Low-Density Lipoproteine, LDL) und Lipoprotein(a), Lp(a). b) „Gutes Cholesterin“, d.h. Lipoproteine, die Cholesterin und andere Fettstoffe aufnehmen und von den Geweben zurück zur Leber transportieren. Mikronährstoff-Mangel ist eine der häufigsten Ursachen erhöhter LDL-Spiegel. Dies lässt sich einfach erklären: Aufgrund eines chronischen Mangels an Vitaminen und anderen lebenswichtigen Mikronährstoffen, die zur Bildung von gesundem und stabilem Bindegewebe erforderlich sind, werden die Arterienwände geschwächt und brüchig. Eine Reparatur wird erforderlich, womit der Bedarf an LDL, Lp(a) und anderen Faktoren für die Wiederinstandsetzung der geschädigten Arterienwand ansteigt. Da für das Herz-Kreislauf-Risiko nicht der Anstieg dieser Risikofaktoren im Blut entscheidend ist, sondern instabile Arterienwände aufgrund eines Mangels an Mikronährstoffen, werden sie auch als „sekundäre“ Risikofaktoren zusammengefasst.
Jacques PF, Hartz SC, McGandy RB, Jacob RA, Russell RM. Ascorbic acid, HDL, and total plasma cholesterol in the elderly. J Am Coll Nutr. 1987 Apr;6(2):169-74.


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