Vitamin E beugt Wiederverschluss der Koronararterie (Restenose) nach Ballonkatheder vor

Vitamin E supplementation, plasma lipids and incidence of restenosis after percutaneous transluminal coronary angioplasty (PTCA)

Diese doppelblinde, placebokontrollierte Studie wurde an Koronar-Patienten durchgeführt, die sich einem Ballonkatheder-Eingriff unterzogen hatten. Es wurde untersucht, ob Vitamin E (Alpha-Tocopherol) einen erneuten Gefäßverschluss (Restenose) nach einer gefäßerweiternden Behandlung (perkutane transluminale Koronorangioplastie, PTCA) verhindern kann. Dazu wurden zwei Patientengruppen verglichen: 50 Patienten bekamen über einen Zeitraum von vier Monaten eine gezielte Nahrungsergänzung mit Vitamin E, weitere 50 Patienten erhielten ein Placebo. Es zeigt sich, dass in der Vitamin-E-Gruppe das Risiko einer Restenose um ca. 30% gesenkt werden konnte. Weitere Einzelheiten können der Studie entnommen werden.
Koronararterien-Bypass Eine Koronar-Bypassoperation wird dann erforderlich, wenn sich in einer oder mehreren der Hauptkranzgefäße des Herzens atherosklerotische Ablagerungen entwickelt haben, die den Blutfluss durch diese Arterien zu unterbrechen drohen. Bypass-Operationen sind ein übliches Verfahren zur Überbrückung von Verengungen. Bei der Operation werden an den betroffenen Koronargefäßen ein Umgehungskreislauf (Bypass) gelegt, um den Blutfluss zu allen Winkeln des Herzmuskels zu gewährleisten. Zwei Faktoren können den langfristigen Erfolg dieser Operation gefährden: Zum einen der Verschluss der Bypass-Gefäße durch Blutgerinnselbildung, zum anderen die Entwicklung von atherosklerotischen Ablagerungen in den neuen Bypass-Gefäßen. Koronarangioplastie Während die Koronar-Bypassoperation vor allem bei fortgeschrittener Koronarsklerose Anwendung findet, wird bei geringeren Ablagerungen eine alternative Methode bevorzugt, die Koronarangioplastie. Dabei werden die atherosklerotischen Ablagerungen mechanisch beseitigt, entweder durch einen Ballon oder in jüngerer Zeit, durch Laserverfahren und „Abhobeln” der Ablagerungen. Wenn auch mit diesen Methoden in vielen Fällen der Blutfluss durch die Arterie verbessert werden kann, so ist die Komplikationsrate doch ernüchternd. In etwa 30 Prozent der Fälle verschließt sich die Koronararterie erneut sofort oder im Verlauf weniger Monate. Dies ist dadurch zu erklären, dass jede Form der Angioplastie Einrisse und Wunden an der Arterieninnenwand verursacht. Die schwerwiegendste Komplikation einer Angioplastie ist das Zerreißen der Arterienwand durch die angewandten mechanischen Verfahren. Auch können nach der Angioplastie Blutgerinnsel und Gewebeteile der verletzten Arterienwand zum Verschluss der Koronararterie führen. Langfristig sind der Wiederverschluss der Koronararterie durch überschießende Narbenbildung im Wundbereich und das Fortschreiten der Atherosklerose die häufigsten Komplikationen.
DeMaio SJ, King SB 3rd, Lembo NJ, Roubin GS, Hearn JA, Bhagavan HN, Sgoutas DS. Vitamin E supplementation, plasma lipids and incidence of restenosis after percutaneous transluminal coronary angioplasty (PTCA). J Am Coll Nutr. 1992 Feb;11(1):68-73.


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